Deutsches Haus Budweis

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Das Deutsche Haus in Budweis, heute České Budějovice in der Tschechischen Republik, wurde zwischen dem 23. Mai 1871 und dem 23. Dezember 1872 erbaut und war über Jahrzehnte hinweg ein bedeutendes Zentrum des gesellschaftlichen Lebens der deutschsprachigen Bevölkerung der Stadt. Es wurde ursprünglich unter dem Namen „Deutsches Haus“ errichtet und diente als kultureller Treffpunkt für Vereine, Veranstaltungen und Versammlungen. Der Bau erfolgte im Stil der Neorenaissance nach Plänen der Architekten Vojtěch Ignác Ullmann und Karl Schmidt. Das Gebäude befindet sich in der Innenstadt von Budweis und trug im Laufe der Geschichte verschiedene Namen, abhängig von der politischen Lage: Nach 1945 wurde es als „Stalins Haus“ bezeichnet, später als „Haus der Armee“, „Haus der Aufklärung“ und schließlich als „Haus der Kultur Slavie“. Diese Namensänderungen spiegeln die politischen Umbrüche wider, die Budweis und das Gebäude selbst durchliefen. Während der österreichisch-ungarischen Monarchie war das Deutsche Haus ein Symbol für die kulturelle Präsenz der Deutschen in Südböhmen. Nach dem Zweiten Weltkrieg und der Vertreibung der deutschen Bevölkerung verlor das Gebäude seine ursprüngliche Funktion und wurde in das tschechische Kulturleben integriert. Heute ist es unter dem Namen „Dům kultury Slavie“ bekannt und dient als Veranstaltungsort für Konzerte, Theater und Ausstellungen.

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