Tierpark Görlitz

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Eingang zum Tierpark

Der Tierpark Görlitz wurde auf Initiative des damaligen Oberbürgermeisters Bruno Gleißberg und des Gartenbaudirektor Henry Kraft im Jahre 1957 eröffnet. Der Tierpark hat auch eine Vorgeschichte. Er ist aus einem 22 Morgen großen Privatpark hervorgegangen, der dem Fabrikbesitzer Richard Raupach gehörte; gelegen unmittelbar gegenüber seiner Fabrik für Ziegeleimaschinen. Nach 1945 wurde diese gut gestaltete Parkanlage mit vielen alten Bäumen den Görlitzer Bürgern übergeben als "Park der Werktätigen". Zu den ersten Anlagen gehörten Wildschwein- und Rehgehege, ein Ponystall und ein Bärenzwinger (1958 fertig gestellt). Mit Unterstützung ansässiger Unternehmen und durch Spenden der Görlitzer Bevölkerung wurden bis 1960 weitere Anlagen errichtet. So entstanden z.B. Voliere, Gehege für Damhirsche, ein Affenhaus, sowie eine Futterküche und ein Schutzraum für Besucher.

Der Tierbestand war bis 1960 auf 200 Tiere angewachsen. Größte Attraktion waren Rhesusaffen aus Indien. Im selben Jahr übernahm Arnold Müller die Leitung des Tierparks. Mit ihm entwickelte sich der Tierpark zu einer bekannten Adresse auch außerhalb der Staatsgrenze. Erfolgreiche Nachzuchten von Luchsen, Leoparden oder Mantelpavianen fanden Beachtung. 200.000 bis 300.000 Besucher jährlich zeugten von regen Interesse.

1974 wurde im Beisein des damaligen Dresdner Zoodirektors Gotthart Berger die Zooschule eröffnet. Bis 1979 entstanden zudem weitere Gehege für Papageien, Kamele, Emus und Schneeeulen.

Nach der politischen Wende stand der Tierpark Görlitz, aufgrund seiner veralteten Bausubstanz und nicht mehr zeitgemäßer Tierhaltung vor einer unsicheren Zukunft.

Eine neue Parkleitung entschied sich zu einer Neukonzeption und entwickelte das Konzept eines Naturschutz-Tierparkes. Es wurde der Schwerpunkt auf einheimische Tierarten gelegt. So entstand seit 1992 zum Beispiel ein Bauernhof mit integriertem Streichelgehege für regionaltypische Haustiere, ein 4000 m² großes Fischottergehege und eine Steinbockanlage.

Das heutige Konzept legt bei der Tierhaltung zwei Schwerpunkte. Europa und Zentralasien. Neueste Anlagen sind die Rhesusaffenanlage und das Gehege für Rote Panda. Bis 2010 entsteht ein Tibetdorf mit nach tibetischer Art nachgestellten Bauernhäusern, welche Schafe, Ziegen, Schweine (Stachel- und Maskenschwein), Yaks und Trampeltiere beherbergen soll.

Seit 2002 ist der Naturschutz-Tierpark Görlitz im Weltzooverband WAZA. Er engagiert sich für lokale Naturschutz-Projekte und ist aktives Mitglied der Stiftung Artenschutz.



Text: Wikipedia

Bild: Wikipedia/JaySef

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