Ronicke Söhne

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Die Möbelfabrik H. Ronicke Söhne wurde am 23. November 1857 in Minden gegründet und entwickelte sich im Laufe von mehr als einem Jahrhundert zu einem der bedeutendsten Möbelhersteller der Region. Der Gründer Heinrich Carl Ronicke stammte aus Niederglaucha in Sachsen und legte mit handwerklichem Geschick und unternehmerischem Weitblick den Grundstein für das traditionsreiche Familienunternehmen. Die Firma spezialisierte sich auf die Herstellung hochwertiger Möbel und Gehäuse, die sowohl in Deutschland als auch im Ausland vertrieben wurden. In ihrer Blütezeit beschäftigte die Möbelfabrik über 500 Mitarbeiter und war damit einer der größten Arbeitgeber in Minden.

Ab dem Jahr 1921 übernahm Karl Ronicke gemeinsam mit seinem Bruder Georg und dem Schwager Martin Baade die Leitung des Unternehmens in dritter Generation. Unter ihrer Führung wurde die Serienproduktion mit modernen Maschinen ausgebaut, und es gelang, neue Grundstücke in der Stadt zu erwerben, um die Produktionskapazitäten zu erweitern. Die ursprüngliche Produktionsstätte befand sich an der Hufschmiede in der Mindener Innenstadt, später wurde ein neuer Standort an der Friedrich-Wilhelm-Straße eingerichtet. Trotz der Zerstörungen im Zweiten Weltkrieg konnte der Betrieb wieder aufgebaut werden und blieb bis in die 1980er Jahre aktiv. Im Jahr 1984 wurde die Möbelfabrik schließlich geschlossen, womit ein bedeutendes Kapitel der Mindener Wirtschaftsgeschichte endete.

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