Mittelalterliches Volksfestspiel
Das Mittelalterliche Volksfestspiel fand im Juni 1913 in Eppstein statt und war die erste Veranstaltung der späteren Burgfestspiele, die sich zu einer kulturellen Tradition der Stadt entwickelten. Das Festspiel trug den Titel „Ein Lehnstag auf Burg Eppenstein“ und wurde mitten im Burghof der Burg Eppstein aufgeführt. Die Inszenierung war ein Laienspiel, bei dem zahlreiche Bürgerinnen und Bürger der Stadt mitwirkten, darunter auch die Gesangvereine Concordia und Männerchor. Die Aufführung stellte ein mittelalterliches Szenario dar, bei dem buntes Volk, Reiter und Kutscher auf Leiterwagen durch den Burghof zogen und eine historische Szene lebendig werden ließen. Die Zuschauer blickten wie in einem Amphitheater von den Hängen der Burg auf das Geschehen herab.
Die Veranstaltung war nicht nur ein kulturelles Ereignis, sondern auch Ausdruck des lokalen Gemeinschaftsgefühls und der historischen Verbundenheit mit der Burg Eppstein. Der Standort des Festspiels war die Burg Eppstein selbst, die als Kulisse und Bühne diente und damit den historischen Rahmen für das mittelalterliche Schauspiel bildete.