Infanteriekadettenschule Kamenitz
Die k.u.k. Infanteriekadettenschule in Kamenitz bei Peterwardein war eine von mehreren Kadettenschulen der Österreichisch-Ungarischen Monarchie, die der Ausbildung zukünftiger Offiziere diente. Diese Schulen vermittelten den Kadetten neben allgemeiner Bildung vor allem die theoretischen Kenntnisse, die für den Offiziersberuf notwendig waren. Die Infanteriekadettenschulen waren Teil der militärischen Erziehungs- und Bildungsanstalten des k.u.k. Heeres und nahmen Jugendliche im Alter von etwa 11 bis 12 Jahren auf. Die Ausbildung erstreckte sich in der Regel über mehrere Jahre und endete mit dem Übergang in eine der Militärakademien.
Die Kadettenschule in Kamenitz begann ihren Betrieb um 1895 und war bis zum Ende der Monarchie 1918 aktiv. Sie war eine von 18 Infanteriekadettenschulen, die über das Reich verteilt waren, und gehörte zum Netzwerk dieser militärischen Bildungseinrichtungen. Die Kadetten wurden für den Dienst in der Infanterie und Jägertruppe ausgebildet.
Der Standort der Infanteriekadettenschule war in Kamenitz bei Peterwardein, einem Ort in der damaligen Militärregion, der heute in Serbien liegt. Die Schule war in einem eigens dafür vorgesehenen Gebäudekomplex untergebracht, der für die militärische Ausbildung der jungen Offiziersanwärter geeignet war. Diese Einrichtung befand sich in einer von strategischer Bedeutung für das k.u.k. Heer, da Peterwardein eine wichtige militärische und administrative Stellung in der Monarchie hatte.