Gut Wasserleonburg

Aus veikkos-archiv
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Das Gut Wasserleonburg befindet sich in der Gemeinde Nötsch im Gailtal, Kärnten, Österreich. Die Geschichte des Schlosses reicht bis ins 13. Jahrhundert zurück, erstmals wurde es 1253 urkundlich als bambergisches Lehen erwähnt und trug früher Namen wie „Löwenburg“ oder „Lewenburch“. Der Name „Wasserleonburg“ entstand vermutlich nach einem Bergsturz im Jahr 1348, der einen See unterhalb der Burg aufstaute.

Im 14. und 15. Jahrhundert erfolgte ein Neubau des Schlosses, dessen ältester Teil der Bergfried aus dieser Zeit ist. Im Jahr 1522 kaufte der Handelsherr Wilhelm Neumann die Herrschaft Wasserleonburg. Seine Nachkommen, darunter Anna von Liechtenstein (geb. Neumann), verwalteten den Besitz über Jahrzehnte. Es folgten weitere Besitzerwechsel, unter anderem die Familie Semmler, die Familie Schneditz–Holenia und Graf Münster.

Das Schloss wurde im 16./17. Jahrhundert erweitert, die spätmanieristische Hoffassade entstand um 1650. Um 1753/54 wurden die Kapelle und der repräsentative Pferdestall gebaut, der heute als Veranstaltungssaal dient. Bemerkenswert sind der Renaissancelaubenhof und die Schlosskapelle. Im Jahr 1937 verbrachten der abgedankte britische König Edward VIII. und seine Frau Wallis Simpson hier ihre Flitterwochen.

Schloss Wasserleonburg ist bis heute in Privatbesitz, kann nach Voranmeldung besichtigt werden und wird als Veranstaltungsort genutzt.

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