Eisenbahndirektion Halle

Aus veikkos-archiv
Zur Navigation springen Zur Suche springen

Die Eisenbahndirektion Halle wurde 1895 als Königliche Eisenbahndirektion Halle im Bereich der Preußischen Staatsbahnen gegründet. Nach der Eingliederung der preußischen Staatsbahnen in die Deutsche Reichsbahn 1920 erhielt sie die Bezeichnung Reichsbahndirektion Halle (Saale), wobei der Zusatz „(Saale)“ 1943 wegfiel. Die Direktion bestand auch in der DDR-Zeit weiter und wurde erst mit der Gründung der Deutschen Bahn AG 1994 aufgelöst.

Die Zuständigkeit der Direktion reichte über die südlichen Teile der preußischen Provinzen Sachsen und Brandenburg sowie Teile der Provinz Schlesien und auch das sächsische Umland von Leipzig. Bedeutende Strecken im Zuständigkeitsgebiet waren unter anderem die Linien Magdeburg–Calbe–Halle, Dessau–Leipzig, Berlin–Jüterbog–Bitterfeld–Halle/Leipzig und weitere wichtige Verbindungen in Mitteldeutschland.

Das Hauptgebäude der Eisenbahndirektion Halle befindet sich an der Ernst-Kamieth-Straße, nahe dem Hauptbahnhof Halle (Saale). Es wurde 1901/1902 im Stil der Neorenaissance unter Leitung der Architekten Paul Thoemer und Eduard Fürstenau gebaut und gilt als eines der größten historistischen Verwaltungsgebäude in Halle. Es umfasst vier Flügel auf rechteckigem Grundriss mit einem großen Innenhof in der Mitte sowie vier kleineren Innenhöfen in den Ecken. Ein Erweiterungsbau wurde später ebenfalls hinzugefügt.

Halle entwickelte sich ab etwa 1840 zu einem wichtigen Eisenbahnknotenpunkt, der insbesondere für den Güterverkehr und die elektrische Zugförderung in Deutschland Bedeutung hatte. Der direkte Standort der Direktion in Halle spiegelte die verkehrstechnische und wirtschaftliche Bedeutung der Stadt in Mitteldeutschland wieder.

Siegelmarken