Eherechts Reformverein

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Der Eherechts-Reformverein befand sich in Wien und war Teil der vielfältigen Bemühungen im 19. und 20. Jahrhundert, das Eherecht gesellschaftlich und rechtlich zu modernisieren. Der Verein setzte sich für Reformen ein, die die Zivilehe stärkten und die rechtliche Gleichstellung von Männern und Frauen in der Ehe förderten. Im historischen Kontext Wiens führte die Erste Ziviltrauung 1870 im Rahmen der liberalen Reformen zu einer neuen Ära, die durch weitere Entwicklungen, wie die Dispensehen und schließlich die umfassende Familienrechtsreform der 1970er Jahre, geprägt wurde.

Standortbezogen befand sich der Verein in Wien, wo bereits ab Mitte des 19. Jahrhunderts intensiv über die Einführung und Durchsetzung der Zivilehe und eine Trennung von kirchlicher und staatlicher Ehe gerungen wurde. Wien war damit das Zentrum der Eherechtsreformbewegung in Österreich, in der der Verein wichtige Impulse gab und zur Debatte beitrug, die unter anderem erst in der Umsetzung der Familienrechtsreform in den 1970er Jahren mündete, mit der rechtliche Gleichstellung und Modernisierung des österreichischen Eherechts erreicht wurden.

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