Deutschösterreichisches Staatsamt für Heereswesen

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Das Deutschösterreichische Staatsamt für Heereswesen wurde kurz nach dem Ende des Ersten Weltkriegs im Jahr 1918 als Teil der provisorischen Regierung der Republik Deutschösterreich eingerichtet. Es übernahm die militärischen Angelegenheiten des ehemaligen k.u.k. Kriegsministeriums und war zuständig für den Aufbau einer neuen republikanischen Streitmacht, der sogenannten Volkswehr. Diese neue Armee sollte nicht nur die Landesverteidigung sichern, sondern auch die junge Republik vor inneren Bedrohungen wie monarchistischen Kräften und kommunistischen Aufständen schützen.

Das Staatsamt wurde von einem Staatssekretär geleitet, dem zwei Unterstaatssekretäre aus unterschiedlichen politischen Lagern zur Seite standen, um eine ausgewogene Führung sicherzustellen. Einer der prägendsten Figuren war Julius Deutsch, ein Sozialdemokrat, der maßgeblich am Aufbau der Volkswehr beteiligt war. Das Amt setzte sich für demokratische Militäreinrichtungen und die Umgestaltung des Heeres ein, wobei es sich gegen eine Rückkehr zur kaiserlichen Militärstruktur stellte.

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