Der Anker Versicherung
Die Geschichte der "Der ANKER, Gesellschaft für Lebens- und Rentenversicherung" beginnt am 2. Dezember 1858, als sie als eine der ältesten österreichischen Versicherungsgesellschaften gegründet wurde. Die Initiative zur Gründung kam von österreichischen Aristokraten und belgischen Kaufleuten. Das Aktienkapital betrug damals eine Million Gulden, eingeteilt in 500 Namensaktien. Anfangs konzentrierte sich der ANKER auf Lebens- und Rentenversicherungen, bot aber ab 1869 auch Unfallversicherungen an. 1908, 50 Jahre nach seiner Gründung, war der ANKER nach dem "Phönix" die zweitgrößte Lebensversicherungsgesellschaft Österreichs. Das Unternehmen war in der gesamten österreichisch-ungarischen Monarchie sowie in vielen europäischen und außereuropäischen Ländern tätig, darunter das Deutsche Reich, Italien, die Schweiz und Ägypten.
Die Versicherung hatte besonders unter den Folgen des Ersten Weltkriegs und der Hyperinflation der 1920er Jahre zu leiden. Um zu überleben, erweiterte sie ihr Angebot 1921 um Sachversicherungen und änderte ihren Namen auf „DER ANKER – Allgemeine Versicherungs-Aktiengesellschaft“. 1923 wurde die Aktienmehrheit von der Schweizer Rückversicherung übernommen. Das Hauptgeschäft ging durch den Zweiten Weltkrieg stark zurück, besonders nachdem 1938 viele jüdische Mitarbeiter entlassen wurden und das Auslandsgeschäft verloren ging. Nach dem Krieg kam das Unternehmen unter öffentliche Verwaltung und das Hauptgebäude am Hohen Markt, der Firmenstandort, wurde im Krieg zerstört, aber 1958 restauriert. 1962 wurde die Aktienmehrheit an die Schweizer Helvetia Allgemeine Versicherung AG verkauft.
Der Standort des ANKER war zentral in Wien am Hohen Markt. Bereits 1861 erwarb die Gesellschaft den sogenannten Galvagnihof am Hohen Markt 10-11 und 12, ein Areal mit mehreren Häusern. 1869 wurde dieser Standort zur Hauptverwaltung. 1911 wurden die alten Gebäude abgerissen und durch einen repräsentativen Neubau ersetzt, der durch eine Brücke mit der berühmten Ankeruhr verbunden ist. Die Ankeruhr, ein kunstvolles Werk von Franz von Matsch, symbolisiert die Vergänglichkeit der Zeit und erinnert an das Prinzip der Vorsorge. Dieses Wahrzeichen ist bis heute ein bedeutendes kulturelles und architektonisches Element in Wien.
Die Versicherung hatte Repräsentanzen in: Biala, Brünn, Graz, Hermannstadt, Lemberg, Linz, Pest, Prag, Wien, Berlin, Bremen, Hamburg, Lübeck und Triest. Sowie in Italien, Bulgarien und Frankreich.
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Verortete Adresse: Mohrenstraße 6 (Berlin), Hohen Markt 10, Wien
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