Bosna-Bahn
Die Geschichte der „K. und K. Bosna-Bahn“ beginnt nach dem Berliner Kongress im Jahr 1878, als Österreich-Ungarn Bosnien und die Herzegowina besetzen und verwalten durfte. Um die Region schneller erschließen und militärisch besser kontrollieren zu können, wurde ab 1879 unter der Leitung der k. u. k. Armee eine schmalspurige Eisenbahn von Bosanski Brod nach Zenica gebaut. Die Strecke hatte anfangs provisorischen Charakter, einfache Technik und war für leichte Züge vorgesehen. Ihr rollendes Material und die Spurweite von 760 mm wurde zum festen Standard für weitere Eisenbahnbauprojekte in Bosnien und Herzegowina. Zunächst wurde die Bahn von der Baufirma Hügel & Sager betrieben, später übernahm die Militärverwaltung das Kommando und nannte das Eisenbahnnetz fortan K. u. K. Bosna-Bahn (kkBB).
Die K. und K. Bosna-Bahn betrieb ihre ersten Strecken von Bosanski Brod an der Save bis Zenica, die bereits 1879 in Betrieb genommen wurden. In den darauffolgenden Jahren erfolgte die Verlängerung der Strecke nach Sarajevo, wodurch die Bosna-Bahn zur Hauptachse für das gesamte bosnische Eisenbahnnetz wurde. Die Leitung und Verwaltung der Bahn befanden sich zunächst in Derventa und später in Sarajevo. Ab 1895 wurde die Militärverwaltung abgelöst und die Bahn von zivilen Behörden weiter geführt.