Bergwerksproducten‑Verschleissdirection
Die K.K. Bergwerksproducten‑Verschleissdirection in Wien war eine staatliche Einrichtung der Habsburgermonarchie, die im 19. Jahrhundert für die zentrale Erfassung, Bewertung und den Handel von Bergwerksprodukten aus den österreichischen Kronländern zuständig war. Ihre Aufgabe bestand darin, Preislisten für Erze, Metalle und andere bergbauliche Erzeugnisse zu erstellen, den Absatz dieser Produkte zu organisieren und als verbindliche staatliche Stelle für den Handel mit Bergwerksgütern zu fungieren.
Die Direction veröffentlichte regelmäßig Preis‑Courants, in denen die aktuellen Preise für verschiedene Rohstoffe wie Blei, Kupfer, Zink, Arsenik oder Quecksilber festgehalten wurden, was für Händler, Bergwerksbetreiber und staatliche Stellen gleichermaßen wichtig war. Diese Preislisten dienten als offizielle Orientierung für den innerösterreichischen und internationalen Handel und zeigen, welche wirtschaftliche Bedeutung der Bergbau im Kaiserreich hatte. Der Standort der K.K. Bergwerksproducten‑Verschleissdirection befand sich in Wien, dem administrativen Zentrum der österreichischen Bergbauverwaltung, wo zahlreiche staatliche Behörden des Ackerbau‑ und Bergbauministeriums angesiedelt waren. Von dort aus koordinierte die Direction den Warenfluss aus den Bergrevieren Böhmens, Mährens, Schlesiens, Kärntens, Tirols und anderer Regionen und war ein wichtiger Bestandteil der staatlichen Wirtschaftslenkung, bis sie im Zuge der Verwaltungsreformen nach dem Ende der Monarchie ihre Tätigkeit einstellte.