Bergbau Wöllan
Die K.K. Bergbau Wöllan war ein Braunkohlen-Bergbauunternehmen, das in der Untersteiermark tätig war, einer Region, die heute zu Slowenien gehört. Der Standort befand sich in Wöllan, wo im Pliozän entstandene Braunkohlenlagerstätten erschlossen wurden. Der Bergbau war Teil der k.k. österreichischen Montanindustrie und diente der Versorgung mit fossilen Brennstoffen, die in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts eine wichtige Rolle spielten. In Wöllan wurden Schächte abgeteuft, Kohlenflöze untersucht und Bohrungen durchgeführt, um die Lagerstätten zu erfassen und wirtschaftlich nutzbar zu machen.
Der Betrieb war eng mit der geologischen Erforschung der Region verbunden, wobei Profile und Bohrproben erstellt wurden, um die Qualität und Mächtigkeit der Kohlenflöze zu bestimmen. Die Braunkohle aus Wöllan wurde vor allem lokal genutzt, da sie im Vergleich zur Steinkohle einen geringeren Heizwert hatte, jedoch für industrielle und häusliche Zwecke ausreichend war. Der Bergbau in Wöllan war ein typisches Beispiel für die kleineren, regional bedeutsamen Kohlenbergwerke der k.k. Monarchie, die zur Energieversorgung beitrugen, bevor größere und zentralisierte Energiequellen die lokale Förderung ablösten. Mit der politischen und wirtschaftlichen Neuordnung nach dem Zerfall der Monarchie verlor der Bergbau in Wöllan zunehmend an Bedeutung, und die Anlagen wurden schließlich stillgelegt.