Bergamt Kuttenberg
Das K.K. Revier-Bergamt in Kuttenberg (heute Kutná Hora) war eine zentrale Behörde für die Bergwerksverwaltung in der Region Böhmen. Die Geschichte des Bergbaus in Kuttenberg reicht bis ins späte 13. Jahrhundert zurück, als die Stadt aufgrund großer Silberfunde zu einer bedeutenden Bergbaustadt wurde. Der Silberboom führte dazu, dass Kuttenberg im 14. und 15. Jahrhundert eine der wichtigsten Städte Böhmens war, die sogar zeitweise als zweite Landeshauptstadt fungierte und eine eigene Münzprägung hatte.
Das Bergamt war im Wesentlichen für die Überwachung und Organisation des Silberbergbaus sowie die Verwaltung der Bergwerke zuständig. Es wurde in der Stadt Kuttenberg selbst ansässig, die im Laufe der Jahrhunderte eine bedeutende Rolle als Zentrum des Bergbaus und der Bergverwaltung in Böhmen spielte.
Die Stadt erlitt im 17. Jahrhundert durch den Niedergang des Silberbergbaus und durch Kriegs- und Revolutionswirren Rückschläge, doch blieb sie bis ins 18. Jahrhundert ein wichtiger Bergbaustandort. Mit der Erschöpfung der Lagerstätten und den wirtschaftlichen Problemen wurde die Bergwerksaktivität sukzessive eingestellt. Der Standort des K.K. Revier-Bergamts war in Kuttenberg, das damals das zentrale Verwaltungszentrum für den Silberbergbau in Böhmen darstellte.