700 Jahre Bernstadt an der Eigen

Aus veikkos-archiv
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Die 700-Jahrfeier von Bernstadt an der Eigen fand vom 8. bis 12. September 1934 statt. Bernstadt, das erstmals 1234 urkundlich erwähnt wurde, blickt auf eine fast 800-jährige Geschichte zurück. Die Stadt entstand um 1200 als Waldhufendorf von frühdeutschen Siedlern und wurde um 1250 nach einem regelmäßigen Plan erbaut und zur Stadt erhoben. Die Stadtstruktur zeigt noch heute den Charakter dieser frühen Gründung mit einem großen Markt und rechtwinklig abgehenden Straßen sowie einer Kirche mit Wehrmauer am Marktplatz.

Bernstadt lag im sogenannten „Eigenschen Kreis“ und war über 600 Jahre im Besitz des Zisterzienserinnen-Klosters St. Marienstern, das über Grund und Gerichtsbarkeit wachte. Die wirtschaftliche Entwicklung wurde durch Handwerk und insbesondere die Tuchmacherei geprägt, die im 14. und 15. Jahrhundert blühte. Im 17. Jahrhundert wurde Bernstadt mehrfach im Dreißigjährigen Krieg geplündert und beschädigt. Im 19. Jahrhundert begann die Industrialisierung mit Spinnereien und Webereien. Die 700-Jahrfeier 1934 würdigte diese lange und bewegte Geschichte der Stadt.

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