4. Garde-Regiment zu Fuß

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Das 4. Garde-Regiment zu Fuß wurde am 5. Mai 1860 aus Garde-Landwehr-Stammbataillonen aus Berlin, Magdeburg und Cottbus sowie Abgaben des 2. Garde-Regiments zu Fuß gebildet. Es trug zunächst den Namen 2. Kombiniertes Garde-Infanterie-Regiment, wurde aber bereits nach zwei Monaten in 4. Garde-Regiment zu Fuß umbenannt. Die Garnison war zunächst in Spandau, ab 1893 in Berlin-Moabit (Rathenower Straße 11-12).

Das Regiment nahm am Deutsch-Dänischen Krieg 1864 (u.a. Sturm auf die Düppeler Schanzen), am Deutschen Krieg 1866 (u.a. Königgrätz) und am Deutsch-Französischen Krieg 1870/71 (u.a. St. Privat, Sedan, Belagerung von Paris) teil und erlitt dabei hohe Verluste. Freiwillige des Regiments beteiligten sich auch an der Niederschlagung des Boxeraufstands in China und am Kampf gegen die Herero und Nama in Deutsch-Südwestafrika.

Im Ersten Weltkrieg marschierte das Regiment 1914 durch Belgien nach Frankreich, kämpfte an der Marne, in der Champagne, an der Ostfront (Schlacht von Gorlice-Tarnów) und erneut in Frankreich (u.a. Somme, Frühjahrsoffensive 1918). Nach Kriegsende kehrten die Reste des Regiments nach Berlin zurück, wo es im Dezember 1918 demobilisiert und am 6. Juni 1919 aufgelöst wurde. Die Tradition des Regiments wurde später von der 10. Kompanie des 9. (Preußischen) Infanterie-Regiments der Reichswehr übernommen.

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