2. Garde-Regiment zu Fuß
Das 2. Garde-Regiment zu Fuß war ein Infanterieverband der Preußischen Armee, gegründet am 19. Juni 1813 auf Befehl von König Friedrich Wilhelm III. Es entstand aus dem Normal-Infanterie-Bataillon, dem I. Bataillon des Colbergschen Infanterie-Regiments und dem Füsilier-Bataillon des Leib-Infanterie-Regiments Nr. 8. Das Regiment nahm an den Befreiungskriegen gegen Napoleon teil und kämpfte unter anderem bei Großgörschen und Bautzen.
Nach den Kriegen wurde das Regiment mehrfach organisatorisch verändert, unter anderem durch die Abgabe von Kompanien an andere Einheiten und die Mitwirkung an der Errichtung weiterer Garderegimenter. Seine Garnison war in Berlin. Das 2. Garde-Regiment zu Fuß gehörte zum Gardekorps und war damit Teil der prestigeträchtigsten Truppenteile der preußischen Armee.
Die Garnison des 2. Garde-Regiments zu Fuß in Berlin befand sich an zwei Standorten: Das I. und II. Bataillon waren in der Kaserne Friedrichstraße 107 (heute Standort des neuen Friedrichstadtpalastes) untergebracht, während das Füsilier-Bataillon in der Kaserne Karlstraße 34–35 (heute Reinhardtstraße 22/32 in Berlin-Mitte) stationiert war.